Fundamenta Real Estate AG

Werte schaffen und einen positiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten

Bei der zweiten Teilnahme am Global Real Estate Sustainability Benchmark (GRESB) konnte der Score für das Bestandsportfolio (Standing Investment) gegenüber dem Jahr 2024 deutlich von 71 auf 82 Punkte - bei maximal 100 möglichen Punkten - gesteigert werden. Dies resultierte in einem GRESB Rating von drei Sternen.

Die gegenwärtige Nachhaltigkeits­strategie deckt den Zeitraum von 2021 bis 2025 ab. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde diese Strategie einem Review unterzogen, überarbeitet und anschliessend durch den Verwaltungsrat für die Periode 2026 bis 2030 freigegeben. Bei der Überarbeitung wurden politische, regulatorische und branchen­spezifische Rahmen­bedingungen sowie Aspekte aus Nachhaltigkeits­initativen und -trends mitberücksichtigt. Mit diesem Schritt werden wir die Nachhaltigkeits­performance auf Portfolioebene weiter verbessern können.

Basierend auf einer umfassenden Datengrundlage nahmen wir auch im Jahr 2025 am CO2-Benchmark der Real Estate Investment Data Association (REIDA) teil. Wir freuen uns, dass unser Portfolio den Benchmark, welcher 90 Portfolios mit einem Marktwert von CHF 240 Mrd. vereint, erneut deutlich übertreffen konnte.

Energieverbrauch und CO2-Emissionen

Der gesamte Energieverbrauch – exklusiv Mieterstrom – der fertiggestellten Bauten der Fundamenta Real Estate AG beträgt in der Berichtsperiode 16 543 MWh. Die kumulierten CO2-Emissionen belaufen sich auf 1 609 t, davon 1 334 t in Scope 1 (Erdgas, Heizöl, Biomasse) und 275 t in Scope 2 (Strom, Fernwärme). In Abstimmung mit dem CO2-Absenkpfad beabsichtigen wir, den Anteil der fossilen Energieträger im Verlauf der Jahre mittels Entwicklungs­projekten, Repositionierungen, energetischer Sanierungen, Heizungsersätzen und Betriebs­optimierungen kontinuierlich zu reduzieren. 

Absenkpfade CO2- und Energieintensität

Wir streben bei den CO2-Emissionen in Anlehnung an das Pariser Klima­abkommen das Netto-Null-Ziel an. Die Absenkpfade des Immobilien­portfolios sehen für die Energie- und CO2-Intensitäten bis 2050 Zielwerte von 40 kWh/m2 Energie­bezugsfläche (EBF) respektive 2.6 kg CO2eq/m2 EBF vor. Die verbleibenden CO2-Emissionen, welche durch fossile Anteile in der leitungs­gebundenen Energieversorgung (Strom und Fernwärme) bedingt sind oder nicht durch bauliche und technische Massnahmen vermieden werden können, sollen beispielsweise mittels Zertifikaten von Negativ­emissions­technologien ausgeglichen werden. Die Ist-Werte für das Immobilienportfolio liegen in der Berichtsperiode bei 92.9 kWh/m2 EBF (Vorjahr: 91.8 kWh/m2 EBF) und bei 9.0 kg CO2eq/m2 EBF (Vorjahr: 8.7 kg CO2eq/m2 EBF) und damit unterhalb der Soll-Werte der Absenkpfade. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Energie­intensität mit 1.2% sowie die CO2-Intensität mit 3.4% geringfügig an. Der leichte Anstieg der Intensitäten ist mitunter auf die klimabereinigte Anpassung der Verbrauchsdaten zurückzuführen. Das Kalenderjahr 2024 war in Bezug auf die akkumulierten Temperatur­differenzen wärmer als die Jahre zuvor, was sich in den klimabereinigten Werten der effektiven Verbräuche niederschlägt. Der REIDA CO2-Benchmark liegt für die Peer-Gruppe Wohnen für das Jahr 2024 bei 13.3 kg CO2eq/m2 EBF. Dieser Wert wird durch das Portfolio der Fundamenta Real Estate AG deutlich unterboten. Mit der konsequenten Umsetzung der Nachhaltigkeits­strategie und mittels der definierten Objektstrategien werden die Intensitäts­werte über die Zeit laufend verbessert und die definierten Soll-Werte auf dem Weg zum Netto-Null-Ziel auch mittel- und langfristig erfüllt.

Absenkpfad Energieintensität

Absenkpfad CO2-Intensität

Nach­haltige Bau­projekte – ausge­wählte Bei­spiele

Zürich, Ekkehardstrasse 18 

Die Liegenschaft aus dem frühen 20. Jahrhundert befindet sich im beliebten Wohnquartier Kreis 6 der Stadt Zürich. Bei diesem Sanierungs­projekt im Bestand bleiben nebst der bestehenden Bausubstanz auch die urtümlichen Parkett­oberflächen weitgehendst erhalten. Mit dem Ausbau des Dachstocks wird zusätzlicher Wohnraum geschaffen und die privaten Aussenräume erfahren auf der südwestlichen Gebäudeseite eine Aufwertung, indem die Balkonflächen vergrössert werden. Aus energetischer Sicht werden das Dachgeschoss und die Kellerdecke gedämmt, die bestehenden Fenster erneuert und energie­effiziente Elektrogeräte sowie LED-Leuchtmittel installiert. Die Gasheizung wird zurückgebaut und durch eine Wärmepumpe mit Erdsonden ersetzt. Somit wird gemäss dem Beratungsbericht der Gebäude­energie­ausweise der Kantone (GEAK) die Gesamt­energie­effizienzklasse C erreicht. Die totalsanierte Liegenschaft wird voraussichtlich im Verlauf des zweiten Semesters 2026 bezugsbereit sein.

Zürich, Hallwylstrasse 40

Die Altbauliegenschaft von 1894 wird umfassend saniert: Im Innern erfolgt der Rückbau bis auf die tragenden Aussenwände, um eine statische Ertüchtigung und moderne Grundrisse mit hoher Nutzungs­qualität zu ermöglichen. Der Innenausbau wird komplett erneuert, inklusive verbessertem Schallschutz, energie­effizienter Gebäudetechnik und Bodenheizung. Die Gasheizung wird durch Fernwärme ersetzt, sobald der Hallwylplatz ans städtische Netz angeschlossen ist. Neue Fenster steigern die Energie­effizienz der Gebäudehülle. Die ursprüngliche Fassade im Sockel­geschoss wird freigelegt und architektonisch aufgewertet, was den historischen Charakter des Quartier­mittelpunkts unterstreicht. Der traditions­reiche Gastrobetrieb im Erdgeschoss bleibt erhalten und soll frühzeitig wieder öffnen. Im Sinne der inneren Verdichtung wird das Dach um eine zusätzliche Etage in Holzbauweise erweitert, wodurch die Nutzfläche um rund 10% steigt. Die gesamt­sanierte Liegenschaft wird voraussichtlich ab dem zweiten Quartal 2026 bezugsbereit sein.

Wallisellen, Opfikonerstrasse 35/37/39

Die Arealüberbauung mit drei Baukörpern überzeugt mit einem hohen realisierten Verdichtungs­potential und einem breiten, gleichverteilten Mix an 2.5-, 3.5- und 4.5 Zimmer-Wohnungen. Die Grundrisse sind attraktiv gestaltet und gleichzeitig kompakt gehalten, was zu einer hohen Nutzungsdichte führt. Die Bau- und Zonenordnung der Stadt Wallisellen gewährt bei Areal­überbauungen zudem eine Erhöhung der Baumassen­ziffer um 10%, was unser Bestreben nach einer effizienten Flächen­nutzung bei Entwicklungs­projekten unterstützt. Unter Einbezug der beratenden Kommission für Ortsbild und Architektur als qualitätssicherndes, kommunales Organ wird ein hochwertiger Aussenraum mit einem grosszügigen Spielbereich gestaltet. Die Begrünung entlang der Opfikonerstrasse orientiert sich an einem speziell ausgearbeiteten Strassenbaumkonzept, welches die Pflanzung von einheimischen Alleen­bäumen vorsieht. Der tiefgründige Bodenaufbau über den Unter­geschossen gewährleistet genügend Wurzelraum für ein vitales Pflanzenwachstum. Die Versieglung wird zudem auf ein Minimum reduziert. Hierzu wird die Anzahl Parkplätze im Aussenbereich reduziert sowie mit wasserdurchlässigen Oberflächen gearbeitet. Die Wärme­erzeugung erfolgt über eine Wärmepumpe mit Erdsonden, welche im Sommer mittels Free­cooling regeneriert werden. Die Photovoltaik­anlage mit einer geplanten Leistung von 70 kWp produziert nachhaltigen Strom, welcher lokal über einen Zusammen­schluss zum Eigenverbrauch (ZEV) genutzt wird. Die Grundinstallation für E-Mobilität (Power to Garage) deckt 100% der Einstellplätze in der Tiefgarage ab und kann bei Bedarf fortlaufend mit Lade­stationen nachgerüstet werden. Im Veloraum stehen zwölf E-Ladestation für Fahrräder zur Verfügung, welche ebenfalls in den ZEV eingebunden sind. Der Erstbezug der Liegenschaft ist auf Frühling 2027 terminiert.

Aussensicht